Selbstwert: Welchen Preis bist Du bereit zu zahlen?
Haben Sie manchmal auch das Gefühl, für manche Dinge (materiell wie immateriell)  im Leben einen zu hohen Preis zu bezahlen? Hand aufs Herz: So richtig gut geht es einem damit wirklich nicht. Fast schleicht sich das Gefühl ein, persönlich versagt zu haben, weil andere im Nachgang meinen, das sei doch zu teuer erkauft gewesen. Der eigene Selbstwert beginnt zu sinken.


Haben Sie manchmal auch das Gefühl, für manche Dinge (materiell wie immateriell)  im Leben einen zu hohen Preis zu bezahlen?

Hand aufs Herz: So richtig gut geht es einem damit wirklich nicht. Fast schleicht sich das Gefühl ein, persönlich versagt zu haben, weil andere im Nachgang meinen, das sei doch zu teuer erkauft gewesen.

Der eigene Selbstwert beginnt zu sinken.

Was ist es wert? 

Geiz ist geil – billig ist Voraussetzung. Unser erstes Interesse bei einem Kauf gilt häufig der Frage, “..und, wie teuer ist es?“.  Vielleicht fragen wir auch, was es kostet, aber wir fragen nie, wie billig etwas ist. Im Allgemeinen verrät bereits unsere Sprache, dass wir meist davon ausgehen, dass es „so oder so viel zu teuer“ ist. Misstrauen, dem wir erlauben, in uns Raum einnehmen zu lassen.

Fakt ist aber: teuer oder billig – einen einheitlichen Bewertungsmaßstab gibt es nicht, nur unseren eigenen. Letztendlich ist es nämlich der Vergleich zwischen dem Preis für das Angebot und dem Wert, der es für mich hat. Einfach gesagt: Etwas, das mehr kostet, als es mir wert ist, ist eindeutig zu teuer.

Was bringt es mir?   

Manchmal sind wir aber auch bereit, bewusst oder unbewusst, mehr zu bezahlen, einfach weil zum Beispiel eine bekannte Marke dahinter steht. Nicht weil wir zwingend immer annehmen, dass das hochpreisige Produkt das bessere ist. Nein! Sondern weil wir uns damit besser fühlen.  Wir uns vielleicht auch von anderen damit abheben. Für ein gutes Gefühl sind wir bereit, mehr zu bezahlen.  Es peppt unseren Selbstwert auf.

Und oftmals wollen wir nur etwas haben, weil es alle haben. Das bringt ebenfalls Selbstwert. Aber billig muss es sein, denn einen hohen Preis sind wir nicht bereit dafür zu zahlen.  Es ist uns nicht wirklich etwas wert  – und lange macht es auch nicht glücklich.

Was ist es mir wert?

Interessant ist, dass wir uns der Frage, was uns persönlich ein Angebot wert ist, seltener stellen. Wir haben keine wirkliche Vorstellung davon. Je höher der persönliche Wert für das Angebot  für mich ist,  desto eher bin ich bereit dafür mehr auszugeben. Sicher, damit ist noch lange nicht gesichert, auch das beste Produkt zu erhalten.  Aber mein Selbstwertgefühl stimmt. Wie gut!

Was ist es dem Anbieter wert?

Auch der Anbieter legt für sich einen Preis  fest, den er der Leistung entsprechend für wertig ansieht. Eine Qualität ist damit nicht zwingend abzuleiten. Suchen aber alle jetzt nur nach dem günstigsten Preis, verliert das Produkt an Wertigkeit für den Anbieter, denn er wird den Preis senken (müssen) – und schließlich auch die Entlohnung für die Menschen, die zur Erstellung des Produktes beitragen. Ein Teufelskreis.

Was können Sie nun persönlich tun?

Werden Sie sich also bewusst, was Ihnen etwas wert ist und welchen Preis Sie bereit sind dafür zu zahlen, egal ob für Produkte, für Dienstleistungen oder auch für Lebensziele. Vielleicht werden Sie in Zukunft dann auch eher bereit sein, mal auf etwas zu verzichten, weil Ihnen etwas anderes sehr viel mehr wert ist.

Trainieren Sie den Selbstwertseismographen in Ihnen  – Setzen Sie Selbstwertprioritäten. Stellen Sie sich und Ihr Wertsystem einmal ganz bewusst in Frage. Entlastung und Befreiung könnten die Folge sein.

Ihre Susanne Lusiardi